Die Abbaye Fontfroide wurde vor beinahe 1000 Jahren von Benediktinermönchen gegründet und liegt ca. 15 km südwestlich von Narbonne. Der Name der Abtei rührt von der Quelle „Fons Frigidus“ in der Nähe, übersetzt „Fontaine Froide“ bzw. „Kalte Quelle“. Nicht nur die Wasserquelle lieferte eine gute Voraussetzung für diesen Standort, im  Corbière-Massif gab es auch reichlich Holz und Steine für den Bau des Klosters.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes gegen religiöse Gemeinschaften flohen im Jahr 1901 die letzten Mönche nach Spanien und Fontfroide verfiel zusehends.

Sieben Jahre später kommt es 1908 zur Versteigerung von Fontfroide in Narbonne. Im Bieterwettstreit mit dem amerikanischen Bildhauer Georges Grey Barnard erhielten schließlich  Gustave Fayet und seine Ehefrau Madeleine den Zuschlag für 49.925 Franc.

Gustave Fayet stammte aus einer großen und wohlhabenden Winzer-Familie und war nicht nur selbst Künstler, sondern auch ein großer Kunstliebhaber und -sammler.

Umgehend nach dem Erwerb begann er mit den aufwändigen Restaurierungsarbeiten, die bis 1923 andauerten. Zur Finanzierung hat Gustave Fayet aus seiner Sammlung Werke von Gauguin und Cezanne verkauft. Bis heute ist die Familie Fayet Eigentümer von der Abbaye Fontfroide.

Die beindruckende Architektur und der Garten lohnen auf jeden Fall einen Besuch!

Zur Anlage gehören außerdem ein Restaurant, ein Weingut mit Verkauf und ein Gîte, das man anmieten kann.

Für Kurzentschlossene: Bis zum 29. März 2020 können auch die Privaträume der Familie Fayet besichtigt werden.